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Die Affäre Schlumpf

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Die Affäre SchlumpfObgleich Schweizer, war Mulhouse im Elsass und deren Umgebung das Zentrum des Interesses der Gebrüder Schlumpf. Ihre Mutter stammte aus dieser Industriestadt und die Brüder verbrachten ihre Schuljahre hier in Mulhouse. Hier hatten sie ebenfalls Gelegenheit, ihre ersten Berufserfahrungen zu sammeln.
Im Jahre 1935 fanden die Gebrüder Schlumpf Interesse an der Textilbranche. Mit Leidenschaft kauften sie Aktien der Kammgarn-Spinnerei in Malmerspach, ziehen in den Betriebsvorstand ein, und übernehmen schliesslich die Betriebsleitung.
Im Lauf der Jahre kommen weitere Wollspinnereien der Rhein-Departemente und des Nordens Frankreichs in ihre Hände, welche mit viel Geschick die Geschâfte fortentwickeln.
Neben seiner professionellen Tätigkeit, widmet der Sammler Fritz Schlumpf eine unsagbare Energie dem Anschaffen « alter Autos ».
Täglich bringt Fritz, neben seinen schwerwiegenden beruflichen Aufgaben, die Zeit auf, sich persönlich sowohl um die Restaurierung der Autos, als auch um das Arrangement des Museums, in der ehemaligen HKC-Fabrik in Mulhouse, zu kümmern.
1976 ist alles soweit : die ersten Besucher können empfangen werden, in feinsten, somptuösen Dekors, Laternen, Wallace-Brunnen, die Orgel, nichts ist dem Zufall überlassen.
Empfangs-Säle und Restaurants ausstaffiert mit feinstem Samt erwarten die Eröffnung. Die Eintrittskarten sind gedruckt, der Champagner ist zum Servieren bereit.. man kann Anstossen auf den Erfolg dieses Museums.
Unglücklicher Weise traf die derzeitige, weltweite Krise der Textilindustrie auch die Unternehmen der Gebrüder Schlumpf. Anfangs sich gegen alle Massnahmen wie Entlassungen sträubend, sind die Brüder jedoch bald mit der harten Wirklichkeit konfrontiert : wie so viele andere Betriebe, sind sie gezwungen, die Produktion einzustellen und Konkurs anzumelden.
So ist es erst im März 1977, nach der Arbeitsniederlegung der Schlumpf-Gruppe von 1976 und nahezu zweitausend in die Arbeitslosigkeit entlassenen Arbeitern, dass die Gewerkschaften die Sammlung entdecken und beschliessen, die Hallen zu besetzen.
Die Gebrüder Schlumpf werden in ihrer Villa, auf dem Betriebsgelände in Malmerspach, eingesperrt. Nicht nur die betrieblichen Gewerkschaften, sondern auch andere, ‘äussere’ Elemente werden sehr bedrohlich.
Nach drei Tagen, auf geheiss der französischen Obrigkeit, werden die Brüder an die schweizerische Grenze, nach Basel gebracht, wo sie sich offiziell Niederlassen.
Die Fabrik H.K.C. wird daraufhin besetzt und alle Welt entdeckt mit Staunen und Bewunderung erst, doch bald mit Neid, diese bemerkenswerte Sammlung.
Mancheiner behauptet(e), diese Sammlung habe nicht zusammengetragen werden können, ohne die industriellen Unternehmungen in Mitleidenschaft zu ziehen, was schlichtweg falsch ist ; Andere wiederum, allen voran die Staatsorgane, sehen sofort den enormen Vorteil den man daraus ziehen kann für Mulhouse und für’s Elsass.

Die Affäre Schlumpf Im Jahre 1978 beschliesst die Regierung, den grössten Teil der Sammlung, der ‘Collection Schlumpf’ unter Denkmalsschutz zu stellen.
Schliesslich werden die Wagen 1982 von den, mit der Liquidation der Schlumpf’schen Besitztümer beauftragten Konkursverwaltern, zum Spottpreis von 44 Milionen Franken, an den Verein, welcher das ‘Musée national de l’Automobile’ besitzt, verkauft ; dieser vorgenannte Verein ist im Wesentlichen ein Konglomerat aus verschiedenen Gebietskörperschaften, wie der Stadt Mulhouse, der Region Elsass, des Departements des Oberrheins, der Industrie- und Handelskammer, etc…
Die Gebrüder Schlumpf werden auf diese Art und Weise ihres Besitztums beraubt…
Ein anderer Verein, der der Geschäftsführung, hat das Museum im täglichen Leben zu organisieren und zu Verwalten.
Am 10. Juli 1982 öffnet das Museum offiziell seine Tore. Innerhalb von zehn Jahren kommen mehr als 4 Milionen Besucher, welche die ‘collection Schlumpf’ zur « Ersten Auto-Kollektion der Welt » erklären.
Unzählige Prozeduren markierten den juristischen Werdegang, welcher landläufig zum « Ausserordentlichen Rechtsstreit der Affäre Schlumpf » ernannt wurde.
Fritz Schlumpf war vorgeworfen worden, Arbeiter seiner Textil-Unternehmungen mit der Restaurierung der Sammler-Objekte beauftragt zu haben. Die Rechtssprechung hat hingegen abgeschätzt, dass die(se) « Verstösse » gerinfügige Auswirkungen gehabt haben, hinsichtlich der Tatsache, dass Fritz Schlumpf praktisch das Gesamtvermögen der meisten der betroffenen Betriebe besass, und dass das Fortführen der Aktivitäten der Brüder an der Spitze der jeweiligen Firmen, sicherlich nicht von Nachteil war, weder bezüglich des Arbeitsmarktes, noch bezüglich der Kreativität, sei’s künstlerischer, intellektueller oder touristischer Natur.
Nach Einschreiten der Anwaltskammerpräsidenten, den Herren Wachsmann und Schreckenberg, und des strasburger Anwalts Herrn Martin Meyer, hat das pariser Berufungsgericht im Monat Mai 1988 wenigstens den Namen Schlumpf wieder offiziell mit der Bezeichnung des Museums in Verbindung gebracht.
Nach einem Lokaltermin haben die Magister den Gründern des Museums gegenüber ‘Recht sprechen wollen’. Sie schätzten, dass « die Tätigkeit des Suchen und Sammelns, sowie die Leidenschaft, welche die Autoren inspirierte, gestern wie heute Zeugnis geben und weiterhin geben werden, dessen schaffende Initiative Schutz verdiene als Ausdruck des Rechts auf Persönlichkeit, ähnlich dem moralischen Recht… ». Im Weiteren wurde unterstrichen, dass die persönlichen Initiativen von Fritz und Hans SCHLUMPF juristischen Schutz verdienten, und dass « es sich hier um ein Menschenwerk handle, welches gezielt einer bestimmten Epoche Zeugnis gebe und dadurch einen kreativen Genius darstelle. »
Auch die Geschichte wird über Generationen hinweg den Brüdern Schlumpf ihre Ehre erweisen ; den Brüdern, deren Erinnerung immerfort lebendig bleiben muss, in dem Museum, dessen Urheber sie waren.

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